Pfälzer Weinmesse fasziniert Weinfreunde

Norbert Schindler, MdB eröffnet die

Pfälzer Weinmesse

Etwa 2.500 Weinliebhaber haben die 22. Pfälzer Wein- und Sektmesse in Bad Dürkheim besucht - und sowohl bei den beteiligten Winzern wie bei den Veranstaltern für strahlende Gesichter gesorgt. Die 83 beteiligten Weingüter und Winzergenossenschaften freuten sich über ein hochinteressiertes fachkundiges Publikum, die Veranstalter werteten die große Besucherresonanz als Beweis dafür, dass der Pfälzer Wein auch in Zeiten der Finanzkrise beliebt und nachgefragt ist. Gelobt von den Besuchern wurde besonders die Vielfalt und die Qualität der mehr als 400 angebotenen Weine und Sekte, die größtenteils mit einer Medaille der Landwirtschaftskammer ausgezeichnet waren: "Uns hat alles, was wir probiert haben, super gefallen", freute sich ein Ehepaar. Viele der Besucher nutzen auch die Möglichkeit, mit den Winzern zu fachsimpeln.

 

Sieger Entdeckung des Jahres: Von links:

Annemarie Foidl, Peer Holm, Vertreter des

Weingutes Holz-Weisbrodt, Edwin Schrank,

die Pfälzische Weinkönigin Patricia Frank,

Jürgen Witschko, Helmut Darting, Nicole

Klebhahn

Für anregende Diskussionen und viel Gesprächsstoff sorgten die elf sensorischen Weinbilder, mit welchen Martin Darting Weine der Frauen-Weinvereinigung "Vinissima" dargestellt hatte. Die hinter der Bühne aufgehängten, hell angestrahlten Weinbilder animierten viele Besucher, die Seminare von Darting aufzusuchen und sich so nähere Informationen über seine Darstellung der sensorisch relevanten Stoffe in einem Wein zu verschaffen. Andere probierten nur die Weine und forschten ohne kundige Anleitung nach der Übereinstimmung zwischen den Farben auf der Leinwand und den Eindrücken in Nase und Gaumen. Die Box mit den Karten beim LEO-Gewinnspiel, bei welchem die auf einem Weinbild dargestellte Rebsorte zu erraten war, war an jedem der drei Messeabende gut gefüllt.

 

Martin Darting bei der Erklärung der

sensorischen Weinbilder

Bei der Messe konnten die Weinliebhaber über 400 Erzeugnisse von über 80 Pfälzer Betrieben kosten. Die Mehrzahl der Weine war von der Landwirtschaftskammer im Rahmen der Prämierung mit einer Medaille ausgezeichnet worden, mehr als ein Drittel davon mit einer Goldmedaille. Das besondere Interesse der Besucher galt in diesem Jahr den Weißweinen und dem aktuellen Jahrgang. Spätburgunder als Rebsorte des Jahres stand dabei besonders im Mittelpunkt des Besucherinteresses.

 

Eine Jury unter der Leitung der Sommeliers Annemarie Foidl und Peer F. Holm kürte in den Kategorien "Spätburgunder trocken" und "Grauburgunder trocken" ihre Entdeckungen des Jahres auf der Pfälzer Wein- und Sektmesse. Ausgezeichnet als bester Spätburgunder trocken wurde ein 2007er Wachenheimer Mandelgarten des Weingutes Darting aus Bad Dürkheim vor einem 2007er Wachenheimer Schenkenböhl der Wachtenburg Winzer aus

Messebetrieb
Wachenheim sowie einem 2007er Haardter Herrenletten des Staatsweingutes mit Johannitergut in Neustadt-Mußbach. Bei dem ausgewählten Spätburgunder gefiel den Sommeliers die ausgewogene Stilistik, die eine Brücke zwischen internationalem Typus und Pfälzer Art schlägt. "Ein Spätburgunder mit Pfälzer Handschrift modern interpretiert" kommentierte Annemarie Foidl, die Vorsitzende des österreichischen Sommelierverbandes, die Entdeckung des Jahres 2009.

 

In der Kategorie "Grauburgunder trocken" sah die Jury einen 2008er Weisenheimer vom Wein- und Sektgut Holz-Weisbrodt aus Weisenheim am Berg an der Spitze. Der Jury gefiel besonders die aromatische Fülle des Grauburgunders, der sich trotzdem schlank und elegant präsentiere. Peer F. Holm von der Deutschen Sommelier-Union hob in seiner Charakterisierung die Aromen von exotischen Früchten wie etwa Banane und die Cremigkeit und den Schmelz des Weines hervor. Platz 2 belegte ein 2008er Grauburgunder der Winzergenossenschaft Weinbiet in Neustadt-Mußbach vor einem 2008er des Weingutes Thorsten Krieger aus Rhodt.

 

Stefan Hilz
Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz



Impressionen aus dem Jahr 2008: